Untersuchung im stationären Kinder- und Jugendbereich

Wie erleben Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen die Psychiatrie/Psychotherapie?

Im Rahmen meiner Masterarbeit an der ZHAW (Departement Angewandte Psychologie) und in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik in Basel gehe ich dieser Frage nach.

Ziel ist es, ein Stimmungsbild über den Ist-Zustand zu erhalten und aufgrund der Ergebnisse auf Verbesserungspotential in der interdisziplinären Zusammenarbeit hinzuweisen.

Detaillierte Informationen zu meiner Person und zur Studie.


Ergebnis der Untersuchung

Zahlreiche aktuelle Studien fordern eine Verbesserung der Kooperationsbeziehung zwischen Fachkräften der stationären Kinder- und Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie (KJPP).1 Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, wie Sozialpädagog/innen aus stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen die Angebote der KJPP wahrnehmen. Sie eruiert Gelingensfaktoren und Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit und erfragt konkrete Veränderungswünsche. Die Studie verwendet quantitative und qualitative Daten eines Online-Fragebogens und verfolgt einen Mixed-Methods-Ansatz. Die qualitative Auswertung erfolgt in Anlehnung an die inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse gemäß Kuckartz (2012) und wird durch deskriptive Angaben ergänzt. Analysiert wurden die Antworten von 221 Sozialpädagog/innen in der Schweiz. Obwohl 97.7 % der Befragten die gemeinsame Fallarbeit bei psychisch hoch belasteten Kindern und Jugendlichen als Optimum ansahen, wurden diverse Hindernisse in der Kooperation detailliert beschrieben. Die Proband/innen wünschten sich von den Mitarbeitenden der KJPP ein größeres Interesse am Berufsbild der Sozialpädagogik und damit einhergehend eine größere Anerkennung ihrer Arbeit durch die Fachkräfte der KJPP. Gefordert wurden eine bessere Klärung der Zusammenarbeit, ein besserer Informationsfluss, direkte Ansprechpartner und eine höhere personelle Kontinuität. Die Studie zeigt konkrete Handlungsoptionen für eine gelingende Kooperation und Möglichkeiten zur Überwindung von Hindernissen auf.
Quelle: https://doi.org/10.13109/prkk.2017.66.8.576

Den Artikel erhalten Sie hier.


Seraina Müller-Luzi
(Sozialpädagogin FH, Psychologin, B.Sc.)
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik
Abteilung Forschung
z.H. Seraina Müller-Luzi
Schanzenstrasse 13
4056 Basel
Schweiz
Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik
Forschung
Wilhelm Klein-Strasse 27
CH-4002 Basel

+41 (0)61 325 82 55
info@equals.ch
www.upk.ch
Kontaktformular
Tags

Copyright © 2019 EQUALS. Alle Rechte vorbehalten.