Zielerreichungsinstrument

Das Zielerreichungsinstrument wird gemeinsam mit dem Jugendlichen, basierend auf einem partizipativ-konstruktiven Dialog durchgeführt.

Es beinhaltet zwei Komponenten:

  1. Acht bis elf (drei sind optional) vorgegebene allgemeine Kompetenzen: Es wird eingeschätzt, wo der Jugendliche bezüglich dieser allgemeinen Kompetenzen gerade steht, d.h. wie sich der IST-Zustand darstellt.
  2. individuelle Ziele: Die Formulierung der individuellen Ziele ermöglicht, die spezifische Situation des Jugendlichen sowie Charakteristika der jeweiligen Einrichtung bzw. Massnahme zu berücksichtigen. So können sowohl die für den Jugendlichen besonders relevanten Ziele beschrieben werden als auch Gegebenheiten der spezifischen Einrichtung, wie etwa eine geschlossene Abteilung, eine Durchgangsstation oder auch charakteristische pädagogische Konzepte bzw. Angebote, aufgegriffen werden. Für die individuellen Ziele gilt: Es wird neben der momentanen Ausprägung des Zielverhaltens (IST-Zustand) zusätzlich die realistisch zu erwartende Ausprägung des Verhaltens bis zum zweiten Messzeitpunkt (SOLL-Zustand) ausformuliert und eingeschätzt.
Zielerreichungsinstrument EQUALS
Die allgemeinen Kompetenzen wie auch die individuellen Ziele sind jeweils durch ihre Extrempole definiert:

Der Negativpol beschreibt die schlimmste Ausprägung des Verhaltens bezüglich der jeweiligen allgemeinen Kompetenz bzw. des individuellen Ziels.

Der Positivpol beschreibt entsprechend die Ideal-Ausprägung des Verhaltens.

Beide Pole sind dabei möglichst verhaltensnah formuliert.


individuelle Ziele

Im Folgenden geht es um die individuellen Ziele, die zusätzlich zu der Einschätzung der allgemeinen Kompetenzen vereinbart werden können. Die individuellen Ziele werden standardmässig mit der Bezugsperson definiert und überprüft, die Ziele in Schule & Ausbildung mit dem Lehrer oder Lehrmeister. In beiden Zielvereinbarungen können weitere Beteiligte miteinbezogen werden (z.B. Elternteil oder Therapeut).

Allgemeine Kompetenzen

Bei den allgemeinen Kompetenzen handelt es sich um generelle Ziele pädagogischen Handelns, die für alle Jugendlichen gelten. Die Einschätzung der allgemeinen Kompetenzen dient zur Beschreibung der Jugendlichen und des Verlaufs ihrer Entwicklung.

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